Theodor, 80

Durch das Leid, das die Mutter im Glauben ertrug, wurde dem Sohn dieser Kelch geschenkt.

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Theodor, 80

Durch das Leid, das die Mutter im Glauben ertrug, wurde dem Sohn dieser Kelch geschenkt.

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Meine Mutter hat 1936 mit 33 Jahren meinen Vater mit 38 Jahren verloren. Ich war damals 8 Jahre und mein Bruder 2 Jahre alt. Auf dem Messkelch, der mir von der Familie zum Primiz (Priesterweihe) geschenkt wurde, erinnern die Eheringe meiner Eltern und eine Inschrift unter meinem Kelch an dieses Schicksal.

Der 2.Teil der Inschrift bezieht sich auf den Beruf meines Vaters, der als Bauer das Getreide angebaut hat, aus dem Das Brot für die Eucharistie gebacken wird, im übertragenen Sinne auch für die Vaterschaft. Der lateinische Text „Matris dolore fideque hic calix est filio datus. Agri jam mortui patris deo nunc fructus vovetur“.

Das bedeutet übersetzt: „Durch das Leid, das die Mutter im Glauben ertrug, wurde dem Sohn dieser Kelch geschenkt. Die Frucht vom Acker des früh verstorbenen Vaters wird nun als Gabe Gott geweiht.“

Die Reiseschreibmaschine ist ein Geschenk meines Vaters. Sie stammt aus dem Jahre 1927. Mittlerweile nutze ich sie gar nicht mehr. Früher habe ich sie auf meinen Reisen oft dabei gehabt. Heute besitze ich ein Notebook. Aber dennoch habe ich viele schöne Erinnerungen an die Schreibmaschine.