Irmgard, 84

Stehst Du einst verlassen, einsam und betrübt, und kannst nicht umfassen,
die Du einst geliebt.

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Irmgard, 84

Stehst Du einst verlassen, einsam und betrübt, und kannst nicht umfassen,
die Du einst geliebt.

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„Stehst du einst verlassen einsam und betrübt und kannst nicht umfassen, die du einst geliebt. Werden dir die Augen trübe, saust und braust der Wind denk an Gottes Liebe, denk, du bist sein Kind.“

Dies schrieb mir meine Mutter im November 1934 in mein Poesiealbum. Ich war damals acht Jahre alt und hatte das Album von meiner Tante und meinem Onkel geschenkt bekommen. Als Kind verstand ich die Worte noch nicht.

Erst heute, im Alter, ist mir die Bedeutung deutlich und ich bin immer bewegt, wenn ich diese Zeilen lese. Während meiner langen Erkrankung und während des Aufenthaltes im Krankenhaus musste mein Sohn meinen Hausstand auflösen. Er fand dabei mein Poesiealbum von 1934 und brachte es mir zu meiner großen Freude bei einem seiner Besuche mit.

Es ist eine schöne Erinnerung an viele liebe Menschen und begleitet mich jetzt bereits fast mein ganzes Leben lang.